Rassismuskritik und Kultursensibilität

Im Kontext von Flucht, Migration und Männlichkeiten

"Die Engländer sind nicht deshalb rassistisch, weil sie die Schwarzen hassen, sondern weil sie ohne die Schwarzen nicht wissen wer sie sind" (Stuart Hall).

Rassismus wird häufig als negativ konnotiertes Einstellungsmuster "der Anderen" gedeutet. Dabei ist Rassismus ein gesamtgesellschaftlicher Zusammenhang, der in alle gesellschaftlichen Bereiche eingreift.

Fachkräfte der Sozialen Arbeit müssen sich in mehrfacher Weise mit Rassismuskritik auseinandersetzen:

  1. Auf der individuellen Ebene in Form einer kritischen Auseinandersetzung mit der eigenen Sozialisation und der eigenen Ausstattung mit Privilegien.
  2. Auf der strukturellen Ebene mit der Reproduktion (insbesondere nationalstaatlicher) Rassismen und der eigenen Verwobenheit Sozialer Arbeit in diskriminierende Strukturen (Gesetzgebung, Förderpraxis, Beteiligung an Abschiebungen, aber auch rassistische bis hin zu rechtsextreme Fachkräfte in den eigenen Reihen,…).
  3. Auf der konzeptionellen Ebene in der Entwicklung wirksamer rassismuskritischer Ansätze. Nicht erst seit den "Silvesterereignissen" 2015 wird Männlichkeit rassistisch instrumentalisiert. Das Bild vom übergriffigen Fremden [Mann] und die Ethnisierung des Genderdiskurses sind Konstanten, die sich durch die gesamte Geschichte des Rassismus hindurchziehen. Und doch gelingt es auch heute nur bedingt, Rassismus und Gender integriert, anstatt konkurrierend zu diskutieren.

Es soll sich in der Fortbildung dem Rassismusbegriff praktisch wie theoretisch genähert werden, um Rassismuskritik im Zusammenhang mit Männlichkeit(en) im Spannungsfeld aus "Antisexismus und Parteilichkeit" (Jantz) zu diskutieren. Außerdem werden praktische Methoden und Ansätze aus der rassismuskritischen und diversitätssensiblen Arbeit vorgestellt und erprobt.

zielgruppe

Die Fortbildung ist für Fach- und Lehrkräfte aller Geschlechter ausgeschrieben.

Termin

17. und 18. April 2018
jeweils 10:00 bis 16:00 Uhr

Ort

Fritz-Henßler-Haus
Geschwister-Scholl-Str. 33-37
44135 Dortmund

Teilnahmebeitrag

150,00 Euro

Darin enthalten sind Kalt- und Warmgetränke und ein Mittagsimbiss. Die Gebühren werden am Veranstaltungstag bar und gegen Quittung entgegengenommen. Sollte Ihnen oder ihrem Arbeitgeber die Barzahlung des Teilnahmebeitrags nicht möglich sein, bitte wir um eine kurze Nachricht mit der Nennung einer Rechnungsadresse, an die wir vorab eine Rechnung über den Teilnahmebeitrag senden können.

Referenten

Coach e.V., Köln